Videokameras haben auch eine präventive Wirkung, wie das Beispiel BVG zeigt

„Die BVG kann durchaus Erfolge durch ihren Ausbau an Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen verzeichnen. 45 der 173 Berliner U-Bahnhöfe sind bislang ausgestattet. […] Die Ausgaben für Vandalismusschäden sanken in diesem Zeitraum von sechs auf vier Millionen Euro. Im Jahr 2008 waren es noch zehn Millionen Euro gewesen.“

Quelle: tagesspiegel.de „Tatverdächtige stellt sich nach Fotofahndung der Polizei“, 29.12.2016

Auch andere Städte haben Videotechnik bereits erfolgreich eingesetzt

Freiburg

„In Freiburg wird eine Studentin vergewaltigt und getötet. Ihre Leiche findet man im Fluss. Jetzt sitzt ein 17-jähriger Flüchtling in U-Haft. Dem Verdächtigen wurden zwei Dinge zum Verhängnis. […] Die Polizei mähte für ihre Ermittlungen einen Brombeerstrauch am Uferrand, packte diesen in drei Säcke und schickte ihn zur Untersuchung zum Landeskriminalamt (LKA) nach Stuttgart. Dort fanden Analytiker ein 18,5 Zentimeter langes schwarzes, blondiertes Haar, an dessen Wurzel männliche DNA gesichert wurde. Später wurde klar: Der Täter hat eine auffällige Frisur – eine sogenannte Undercut-Frisur, an den Seiten abrasiert, oben hochstehendes Haar sowie einen Zopf. Zudem fand sich im Flussbett ein Schal. Auch er gehörte, wie sich erst später herausstellte, dem Tatverdächtigen. Die Polizei sichtete die Videoüberwachung einer Straßenbahn. Eine Polizeibeamtin, erst seit Kurzem bei der Polizei, schaute genau hin und wurde fündig. Sie entdeckte den Mann im Video einer Überwachungskamera: Der 17-Jährige mit der auffälligen Frisur und dem Schal war in der Tatnacht und in der Nähe des Tatorts mit der Straßenbahn unterwegs.“

Quelle: welt.de „So spürte die Polizei den Verdächtigen von Freiburg auf“, 04.12.2016

München

„Junkies, Wiesn, Hauptbahnhof: Die Zahl der Straftaten geht zurück, sobald die Polizei einen Platz mit Kameras überwacht.“

Quelle: sueddeutsche.de „Schau her, die Polizei“, 29.12.2016

„Nach erkennbaren Erfolgen für die Sicherheit der Fahrgäste in München und Nürnberg will Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Videoüberwachung im öffentlichen Nahverkehr in weiteren Großstädten Bayerns ausbauen. […] Dass Videoüberwachungen und eine enge Zusammenarbeit von Sicherheitsdiensten und Polizei Erfolge bringen, zeigt sich nach Aussage des Ministers an der Entwicklung der Straftaten in öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Vergleich zum Jahr 2012 seien vergangenes Jahr in Bayern sowohl die Rohheitsdelikte (um 1,9 Prozent) als auch die Sachbeschädigungen (um 8,7 Prozent) zurückgegangen. Dieser Trend setze sich auch dieses Jahr fort. Auch bei der Münchner Verkehrsgesellschaft wird ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Ausbau der Videoüberwachung und Rückgang von Straftaten festgestellt. MVG-Chef Herbert König nannte als Beispiel seine Busflotte. Seit vor zehn Jahren damit begonnen wurde, Videokameras in Bussen zu installieren, hätten sich Fälle von Vandalismus um 67 Prozent reduziert. Videoüberwachung, so König, habe ein „massiv abschreckende Wirkung“ und leiste zudem einen wirkungsvollen Beitrag bei der Aufklärung von Straftaten.“

Quelle: augsburger-allgemeine.de „Statistik belegt: Videoüberwachung schreckt Gewalttäter ab“, 25.08.2014

London

„CCTV cameras across London help solve almost six crimes a day“

„Die flächendeckende Videoüberwachung in London hilft bei der Aufklärung von fast sechs Straftaten pro Tag“

Quelle: bbc.com „’Six crimes a day‘ solved by CCTV, Met says“, 26.12.2010

„Seven of ten murders solved by CCTV […] ‚CCTV plays a huge role in helping us investigate serious crime. I hope people can understand how important it is to our success in catching people who commit murder.‘“

„Sieben von zehn Morden werden mithilfe von Videoüberwachung gelöst. […] ‚Videoüberwachung ist uns eine große Hilfe bei der Untersuchung schwerwiegender Verbrechen. Ich hoffe, die Menschen können verstehen, wie wichtig sie für unseren Erfolg bei der Ermittlung von Mördern ist.“

Quelle: telegraph.co.uk „Seven of ten murders solved by CCTV“, 01.01.2009

London Riots 2011 – Unruhen in London 2011

„[…] Some 5000 arrests have followed, and 4000 of those were CCTV-generated, said Mick Neville. He’s the Metropolitan Police detective chief inspector in charge of VIIDO (Visual Images, Identifications and Detections Office) which as the name suggests is a unit that takes and passes on CCTV footage towards arresting and prosecuting criminals. Most of the main offenders shown on the riot CCTV footage, he added, have been caught. The 2011 riots were the Met’s largest investigation using CCTV: „The CCTV has proved invaluable.“

„[…] ‘Etwa 5.000 Verhaftungen folgten, 4.000 davon dank Videoüberwachung‘, sagte Mick Neville. Er ist als Metropolitan Police Detective Chef Inspektor verantwortlich für VIIDO (Visual Images, Identifikationen und Detections Office), eine Einheit, die, wie der Name schon vermuten lässt, für Verhaftungen und bei strafrechtlichen Verfolgungen auf Videoaufzeichnungen zurückgreift. Die meisten Haupttäter, die auf den Videoaufzeichnungen von den Unruhen zu sehen sind, seien gefasst worden, fügte er hinzu. Die Unruhen von 2011 waren für die Metropolitan Police die größte Untersuchung mit Hilfe von Videoüberwachung: ‚Videoüberwachung hat sich als unbezahlbar erwiesen‘.“

Quelle: cctv-information.co.uk „CCTV and London Riots“

Boston – Anschlag auf den Boston-Marathon 2013

„Boston tells us not to be blind to CCTV’s uses […] The Boston bombings show that CCTV has been doing better lately. Using three security cameras in different positions in downtown Boston, and corroborating this footage with contemporaneous photographs, the FBI was able to track Dzhokhar and Tamerlan Tsarnaev’s movements as they got into position to detonate their bombs. […] The FBI’s release of some of the CCTV footage and photographs on its website led to the Tsarnaev brothers‘ identification.“

„Boston sagt uns, dass wir nicht blind gegenüber den Vorteilen von Videoüberwachung sein dürfen. […] Die Bostoner Bombenanschläge zeigen, dass sich die Videoüberwachung in letzter Zeit verbessert hat. […] Die Veröffentlichung von einigen der Video-Aufnahmen und Fotografien durch das FBI auf dessen Website führte zur Identifizierung der Tsarnaev-Brüder.“

Quelle: smh.com.au „Boston tells us not to be blind to CCTV’s uses“, 29.04.2013

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